Wem vertraust du deine Ernährung an?
Einem Supermarkt oder Discounter der unzählige Flaschen verkauft aus oft zusammengemischen Ölen und unbekannten Quellen?
Oder jemandem der jeden Produzenten persönlich kennt und regelmäßig besucht?
Ich kaufe direkt bei den Menschen, die hinter diesen Ölen stehen. Ohne Zwischenhändler, ohne Augenwischerei.
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FAQs
Der Duft sollte frisch und fruchtig sein und sofort Lust auf mehr machen. Fruchtig, bitter und Scharf, das ist als Faustformel festzuhalten. Ein Olivenöl, welches weder fruchtig, bitter noch scharf schmeckt, ist kein hochwertiges extra natives Olivenöl! Dieses Geschmacksprofil ist Grundvoraussetzung für diese höchste Klassifizierung bei Olivenölen.
Ein hochwertiges extra natives Olivenöl hat eine sehr komplexe Aromenpalette und einen charakteristischen Geschmack. Hier sind einige Merkmale, an denen du es gut erkennen kannst. Unter Verkostung kannst du nachlesen, wie du ein hochwertiges extra natives Olivenöl Verkosten kannst.
Geruch:
- Fruchtig: Ein hochwertiges extra natives Olivenöl sollte einen intensiven, grünfruchtigen Duft haben. Die Fruchtigkeit erinnert an frische Oliven, grüne Tomaten oder Artischocken erinnern.
- Grasig: Hochwertige extra native Olivenöle weisen eine grasige oder kräuterartige Note auf, die an frisch gemähtes Gras, Kräuter oder grüne Blätter erinnern.
- Pfeffrig: Ein pfeffriger oder würziger Duft kann auf Polyphenole im Olivenöl hinweisen, die für die gesundheitlichen Vorteile verantwortlich sind.
Geschmack:
- Fruchtig: Der grünfruchtige Geschmack ist oft der allererste Eindruck beim Verkosten eines hochwertigen extra nativem Olivenöls und kann eine Vielzahl von Nuancen umfassen. Etwa die von Bananen, Äpfeln, Tomaten, Beeren, Artischocken und natürlich auch frischen Oliven. Auch die Noten von frischen Kräutern, wie Basilikum, Petersilie oder sogar Minze können Teil der Aromenpalette sein. Ebenso kann ein hochwertiges extra natives Olivenöl Nussaromen aufweisen. Je nach Sorte, Erntezeitpunkt und Verarbeitung kommen ganz andere Aromen zum Vorschein.
- Bitter: Ein hochwertiges extra natives Olivenöl hat einen angemessenen Bitterton. Dieser kann bei milden Olivenölen ganz dezent ausfallen, bei intensiveren ist er dagegen deutlich wahrnehmbar. Bitter ist nicht gleich Bitter. Es gibt Bitternoten, die beim Olivenöl als sogenannte Fehlaromen gelten, Stichwort Gallenbitter. Diese Bitterkeit ist unangenehm und du spürst sie häufig über einen längeren Zeitpunkt im Mund. Diese Art von Bitterkeit hat nichts mit einem hochwertigen extra nativem Olivenöl zu tun. Hier kann sie zwar sehr intensiv, fast überwältigend daher kommen, sie verfliegt aber sehr schnell wieder. Nach spätestens einer Minute sollte sie sich deutlich verringert haben. Je bitterer ein hochwertiges extra natives Olivenöl ist, desto höher ist der Anteil an Polyphenolen.
Es ist wichtig zu beachten, dass die Geschmacks- und Aromaprofile von hochwertigem extra nativen Olivenöl je nach Sorte der verwendeten Oliven, geografischer Herkunft, Erntezeitpunkt und Herstellungsverfahren variieren kann. Ein hochwertiges extra natives Olivenöl zeichnet sich durch Ausgewogenheit, Komplexität und eine harmonische Integration dieser Aromen und Geschmacksrichtungen aus.
Olivenöl mag es kühl und dunkel.
Verschließe die Flaschen nach dem Gebrauch und stelle sie dunkel in einen Küchenschrank.
Bewahre die Flaschen, die du nicht nutzt am besten im Keller auf. Das ist auch ein guter Ort für die großen Gebinde, z.B. Bag in Box.
Verwende das Olivenöl idealerweise innerhalb von 3-4 Monaten nach dem Öffnen. Frisches Olivenöl hat den besten Geschmack und die meisten gesundheitlichen Vorteile.
Welches Olivenöl hat die meisten Polyphenole?
Öle aus früher Ernte und polyphenolreichen Sorten wie z.B. Coratina oder Cornicabraliegen strukturell am höchsten. Entscheidend sind Erntezeitpunkt, Sorte und Frische, nicht allein der Wert auf der Flasche.
Was bedeutet der Polyphenolwert auf der Flasche?
Er zeigt den Gehalt zum Zeitpunkt der Abfüllung, nicht zum Zeitpunkt deines Kaufs. Polyphenole bauen sich durch Licht, Wärme und Sauerstoff ab. Ein hoher Wert bei der Abfüllung ist kein Versprechen für den Moment, in dem du die Flasche öffnest.
Ab welchem Polyphenolgehalt darf ein Olivenöl gesundheitliche Aussagen machen?
Die EU lässt einen Health Claim zu, wenn das Öl mindestens 5 mg Hydroxytyrosol und seine Derivate pro 20 g enthält. Nur dann darf auf der Flasche stehen, dass die Polyphenole die Blutfette vor oxidativem Stress schützen. Das ist eine der wenigen zugelassenen Gesundheitsaussagen für ein Lebensmittel überhaupt.
Kann ich Olivenöl mit Polyphenolen auch zum Kochen verwenden?
Ja. Beim Erhitzen verändern die Phenole ihre Struktur, verlieren aber nicht ihre bioaktive Wirkung. Sie gehen in wasserhaltige Zutaten über und wirken dort weiter. Für die warme Küche empfehle ich Öle mit → kräftigem Charakter.
Was ist der Unterschied zwischen nativem Olivenöl extra und raffiniertem Olivenöl bei Polyphenolen?
Raffiniertes Olivenöl enthält nach dem industriellen Verarbeitungsprozess kaum noch phenolische Verbindungen. Was als "Olivenöl" oder "Oliventresteröl" verkauft wird, ist meist eine Mischung, deren Polyphenolgehalt weit unter dem eines guten Extra Vergine liegt. Das ist kein Qualitätsurteil über den Produzenten, sondern ein chemisches Faktum.