Es gibt Olivenöle, die ich empfehle. Und es gibt dieses hier: das Öl, das bei mir zuhause niemals fehlen darf. Michele von Oro di Rufolo hat die Coratina nicht produziert. Er hat sie komponiert.
Coratina aus Apulien – eine der polyphenolreichsten Sorten Italiens
Frisch gemähtes Gras, dazu etwas Krautiges das sich erst entfaltet wenn du einen Moment wartest. Artischocke kommt zuerst am Gaumen, dann Mandel, dann etwas das ich nirgendwo sonst in dieser Kombination finde: gerösteter Kaffee, tief und rund, als Abschluss. Die Nase kündigt es an. Der Gaumen hält, was sie verspricht.
Was du in der Nase hast
Frisch gemähtes Gras, dazu etwas Krautiges das sich erst entfaltet wenn du einen Moment wartest. Kein lauter Auftakt, eher eine Ankündigung. Die Nase ist klar und direkt.
Was am Gaumen passiert
Sofort präsent. Keine Aufwärmphase, kein Zögern. Artischocke kommt zuerst, dann Mandel, dann etwas das ich nirgendwo sonst in dieser Kombination finde: gerösteter Kaffee, tief und rund, als Abschluss. Die Bitterkeit ist da, und sie ist stark. Ich sage das als Information, nicht als Warnung: Wer einmal verstanden hat, dass Bitterkeit bei einem Olivenöl Polyphenole bedeutet, hört auf, sie zu fürchten. Die Schärfe sitzt im Rachen und bleibt. Das ist kein Fehler. Das ist Qualität, die sich körperlich zeigt.
So genießt du es am besten
Auf warmer Pasta, auf frisch geröstetem Brot, über Hummus oder Bohnensuppe. Wärme und Säure bändigen die Bitterkeit, was bleibt ist eine grüne Tiefe die alles trägt. Auch über cremigem Käsekuchen: probier es.
Warum dieses Öl ins Öldorado kam
Die Coratina ist die polyphenolreichste Sorte in meinem Sortiment. Miceles Version ist die harmonischste die ich kenne: keine Ecken, keine Rauheit, nur diese zwei Aromen die zusammen etwas ergeben das größer ist als ihre Summe. Deutschlandweit gibt es das nur hier.