Ja, du darfst Olivenöl erhitzen. Und zwar mit gutem Gewissen.
Aber nicht jedes Olivenöl eignet sich dafür. Genau hier beginnen die Missverständnisse.
Die Öle bei Öldorado kannst du bedenkenlos erhitzen.
Das ist keine Selbstverständlichkeit. Es ist das direkte Ergebnis davon wie diese Öle produziert und ausgewählt werden. Und es ist der entscheidende Unterschied zum Olivenöl aus dem Supermarkt.

Warum Supermarktöl beim Erhitzen ein Problem ist
Viele günstige Olivenöle bestehen aus alten Chargen. In der EU gibt es keine Vorschrift wie alt ein Olivenöl beim Verkauf maximal sein darf. Das bedeutet: Ein Öl das heute im Supermarkt im Regal steht, kann aus einer Ernte von vor zwei oder drei Jahren stammen.
Je älter ein Öl ist, desto weniger Antioxidantien enthält es. Gleichzeitig steigt der Anteil an freien Fettsäuren. Beides zusammen senkt den Rauchpunkt, also die Temperatur bei der ein Öl zu rauchen beginnt und schädliche Stoffe bildet.
Ein altes Öl aus dem Supermarkt hat seinen aromatischen und chemischen Höhepunkt längst überschritten. Es sollte nicht mehr stark erhitzt werden.
Warum Öldorado-Öle sich zum Braten eignen
Alle Öle bei Öldorado sind jahresfrische, aktuelle Ernten. Ich kaufe ausschließlich direkt bei Produzenten die ich persönlich kenne, und prüfe jedes Öl vor dem Kauf sensorisch. Frühe Ernte bedeutet hoher Antioxidantiengehalt. Hoher Antioxidantiengehalt bedeutet natürliche Hitzestabilität.
Das ist kein Marketing. Das ist Chemie.
Diese Öle sind bis 210°C hitzestabil. Ich nutze sie täglich selbst, zum Braten, Backen und Frittieren.

Welche Öle ich zum Braten empfehle
Grundsätzlich eignet sich jedes Öl aus meinem Sortiment zum Braten, alle sind jahresfrisch und hitzestabil. Zwei Empfehlungen für den täglichen Brateneinsatz, die ich besonders gern nenne weil sie preislich unkompliziert sind:
Fontfleurie und Coupage Bio aus Murcia, beide solide, beide bedenkenlos erhitzbar.
Und ein ehrlicher Tipp aus meiner eigenen Küche: Eine Flasche die schon etwas länger offen ist, eignet sich perfekt zum Braten. Je länger Olivenöl offen steht, desto mehr oxidiert das Aroma. Zum puren Verkosten oder Verfeinern ist es dann nicht mehr ideal, aber als Bratöl funktioniert es auch nach einem halben Jahr an der Luft tadellos. Kein Öl muss weggeschüttet werden.
Was bei welcher Temperatur passiert
Ab 30°C: Bitterkeit und Schärfe nehmen ab
Ab 100°C: Das Öl wird geschmacklich neutral
Ab 130°C: Ideal zum Braten, viele andere Öle erst ab 170°C.
Ab 160°C: Frittieren möglich, zum Beispiel im Airfryer.
Bis 210°C: Hitzestabil.
Wie ich selbst in der Küche arbeite
Ich brate nie auf höchster Stufe, das ist nicht nötig. Mittlere Hitze reicht für fast alles. Du sparst Energie, die Nährstoffe im Gericht bleiben länger erhalten, und das Öl überhitzt nicht.

Backen mit Olivenöl? Aber klar
Olivenöl ersetzt Butter und andere Fette beim Backen problemlos. Rührteig, Focaccia, feine Plätzchen, das Ergebnis wird saftiger und bekömmlicher. Hier geht es zu meinen Rezepten, darunter findest du Waffel- und Plätzchenrezepte.
Nina Ubeda Cruz ist Olivenöl-Sommelière und sensorische Prüferin. Jedes Öl im Sortiment wird vor dem Kauf mehrfach verkostet.