OLIO MIMÌ

OLIO MIMÌ

OLIO MIMI


Olio Mimì steht für etwas, das man selten antrifft: kompromisslose Qualität, die sich nicht erklärt, sondern zeigt. Ihre Coratina-Olivenöle zählen für mich zu den Besten, die ich je verkostet habe.

 

 

Die Geschichte dahinter ist die eines Mannes mit einem großen Traum, den er sich zu Lebzeiten nicht mehr erfüllen konnte. Der Namensgeber der Mühle, Domenico Conserva, genannt Mimi, hat sein Leben lang hart gearbeitet und ein Transportbusiness aufgebaut, das heute noch von seiner Familie geführt wird. Sein Herz gehörte immer dem Olivenöl. Er hatte sein ganzes Leben den Wunsch, eine eigene Mühle zu besitzen und ein herausragendes Olivenöl zu kreieren. Er verstarb, bevor er sich diesen Traum erfüllen konnte. Seine Söhne Donato und Michele haben ihn 2015 umgesetzt.

 


Innerhalb kürzester Zeit hat sich Olio Mimì unter den Spitzenölen Italiens einen Namen gemacht. 22.000 Bäume gehören heute zum Betrieb, keiner steht weiter als 5 km von der Mühle entfernt. Das ist kein Zufall, das ist Philosophie. Sobald eine Olive den Baum verlässt, beginnt ihr Zerfallsprozess. Jede Minute zählt. Die kurzen Wege zwischen Hain und Mühle sind eine der Schlüsselbedingungen für außergewöhnliche Qualität.



Emanuele

Ein wichtiger Mitarbeiter ist Emanuele, Ölmüller mit Leib, Seele und Verstand. Er ist ein wahrer Olivenöl-Nerd, und ich schreibe das mit vollstem Respekt und dem Wunsch, eines Tages so viel Fachwissen aufzubringen, wie er in seinen jungen Jahren bereits hat. Der Kontakt mit Emanuele beflügelt mich sehr. Er kommt aus dem Ingenieurwesen und bringt das technische Grundverständnis mit, das für seinen Beruf unabdingbar ist. Wenn er von der Leistungsfähigkeit der Maschinen bei Olio Mimì spricht, leuchten seine Augen. Ich bekomme Gänsehaut, wenn ich nur daran denke. So elektrisierend ist es, wenn jemand so über sein Handwerk spricht.


Besonderheit

Bei Olio Mimì leisten sie sich etwas, das mir von keinem anderen Produzenten bekannt ist: sie verzichten auf Separatoren. Diese Maschine trennt üblicherweise die Restmenge Wasser und letzte Schwebstoffe aus dem Öl, bevor es gefiltert wird. Bei Olio Mimì wird das Öl ohne diesen Zwischenschritt direkt durch den Filter gegeben. Das bedeutet: sie müssen das Filtermaterial wesentlich häufiger wechseln, eine aufwendige und teure Prozedur. Warum? Weil so ein Geschmack ins Öl kommt, der sich anders nicht erzeugen lässt. Die Vorhalle der Mühle, überhäuft mit Preisen namhafter Olivenöl-Wettbewerbe, gibt ihnen recht.



Warum ich seit Jahren mit Olio Mimì zusammenarbeite

Es ist die Kombination aus Leidenschaft, Präzision und einem Qualitätsanspruch, der keine Abkürzungen kennt. Olio Mimì inszeniert nichts. Jede Entscheidung, ob technisch oder handwerklich, hat einen Grund, und der Grund ist immer dasselbe: das bestmögliche Öl. Ich führe drei Öle von Olio Mimì, alle aus Apulien, und jedes davon erzählt eine andere Facette dieser außergewöhnlichen Mühle:


 

Coratina – Reinsortiges Olivenöl aus Apulien – Olio Mimì

Meine Lieblingssorte, in einer ihrer stärksten Interpretationen. Dieses Öl wartet nicht, es ist sofort präsent, durchdringt den Gaumen mit einer Präzision die überwältigt. Radicchio, Mandeln, Artischocke, und ganz am Ende gerösteter Kaffee, tief und rund. Die Schärfe ist so intensiv, dass sie wie Rettich die Nase befreit. Kompromisslos, vielschichtig, langanhaltend.


Cima di Melfi – Seltenes Olivenöl aus Apulien

Eine der seltensten Olivensorten Italiens, kultiviert von einem der wenigen Produzenten, die sie wirklich verstehen. In dieser Saison entstanden nur 200 Liter dieses Öls. 70 Flaschen davon sind in Deutschland, alle exklusiv im Öldorado. Ein Öl, das ich so noch nicht getroffen habe, und das ist nach fast zehn Jahren Olivenöl keine leichte Aussage.


Novello – Frühestes Ogriaola Olivenöl aus Apulien

Novello bedeutet neu. Es ist das erste Öl der frühen Ernte, noch bevor die Saison richtig beginnt. Leuchtend grün, intensiv fruchtig, mit einem pfeffrigen Abgang der lange bleibt. Wer es einmal probiert hat, wartet jedes Jahr darauf. Bei Olio Mimì kommt es von den frühesten Oliven aus einem der avantgardistischsten Betriebe, die ich kenne.